
Ja ist denn nun schon Weihnachten? Ein Blog sollte ja in der Regel so oft wie möglich aktualisiert werden... Nun, das ist mir nicht wirklich gelungen. Was aber insbesondere daran liegt, dass ich zunächst eine zähe Erkältung durchstehen musste, die sich bis zu einer "Sinusitis" (Stirnhöhlenentzündung) entwickelt hatte.. Danach ich erst einmal in eine neue Wohnung gezogen: ein 400qm-Appartment, welches ich z.Z. mit vier Franzosen, 2 Engländern und einem Deutschen teile. Eigentlich auch noch mit zwei Französinnen, die gerade allerdings in Salvador da Bahia und Fortaleza unterwegs sind. Die andere Wohnung war doch etwas eng und dunkel. Marcos war zwar ein angenehmer Mitbewohner, aber irgendwie hat das doch nicht so richtig gepasst. Außerdem wollte ich ja doch gerne in Copacabana oder Ipanema wohnen, ja und nun wohne ich in Copacabana, gegenüber vom berühmten Copacabana Palace (vor 3 Tagen durfte ich mir das das erste Mal auch von innen anschauen, aber dazu später mehr).
Natürlich kann man sich vorstellen, dass es bei 10 Leuten in einer Wohnung manchmal drunter und drüber geht, und man nicht erwarten kann, das alles immer picobello ist, aber da bin ich ja schon einiges durch meine 6er-WG in Köln gewöhnt.. Aber es gibt auch einige Highlights in der neuen Wohnung: drei Terrassen (eine große Dachterrasse und zwei kleinere Terrassen), zwei Wohnzimmer (eines davon sogar mit Kamin) und zwei Küchen. Heute Abend, denn es ist ja Weihnachten, was ich bei der Hitze hin und wieder vergesse.., steigt bei uns auch das große Weihnachtsessen, zwei Weihnachtsenten brutzeln bereits im Ofen und ich starte gleich mit meinem "german Kartoffelsalad". Naja, und das wirkliche Highlight ist natürlich, dass der Copacabana Beach nur einen Block entfernt, also in etwa 3 Min. zu Fuß erreichbar ist.
Ja, so lässt es sich ganz gut leben, und trotzdem kriege ich in Rio manchmal Fluchtgedanken, so auch vor zehn Tagen, als ich gerade Sina & Daniel, die mich ein paar Tage besucht haben und auch bald noch mal wiederkommen über Silvester, zum Busbahnhof gebracht habe. Da hätte ich gleich mit in den Bus steigen können... Naja, erst mal musste ein kleiner Artikel fertig geschrieben werden, und dann musste ich mir überlegen bzw. recherchieren, ob die Busfahrten nach Santa Catarina (dort, wo die Regenfälle vor Kurzem ganze Häuser und Hänge weggespült haben), überhaupt möglich bzw. irgendwie gefährlich sein könnte. Denn ich hatte schon in Deutschland geplant, meinen guten alten Freund Thiago bei seiner Familie in Florianópolis bzw. auf der Ilha de Santa Caterina zu besuchen. Nach langem Hin und Her habe ich mir schließlich das Ticket gekauft und bin am selben Tag los: 18 Stunden Busfahrt.. juchhu... Aber es hat sich mehr als gelohnt, wie man sehen kann:
Ja, so lässt es sich ganz gut leben, und trotzdem kriege ich in Rio manchmal Fluchtgedanken, so auch vor zehn Tagen, als ich gerade Sina & Daniel, die mich ein paar Tage besucht haben und auch bald noch mal wiederkommen über Silvester, zum Busbahnhof gebracht habe. Da hätte ich gleich mit in den Bus steigen können... Naja, erst mal musste ein kleiner Artikel fertig geschrieben werden, und dann musste ich mir überlegen bzw. recherchieren, ob die Busfahrten nach Santa Catarina (dort, wo die Regenfälle vor Kurzem ganze Häuser und Hänge weggespült haben), überhaupt möglich bzw. irgendwie gefährlich sein könnte. Denn ich hatte schon in Deutschland geplant, meinen guten alten Freund Thiago bei seiner Familie in Florianópolis bzw. auf der Ilha de Santa Caterina zu besuchen. Nach langem Hin und Her habe ich mir schließlich das Ticket gekauft und bin am selben Tag los: 18 Stunden Busfahrt.. juchhu... Aber es hat sich mehr als gelohnt, wie man sehen kann:




PrainhaLeider hatten wir an diesem Tag nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter, und mussten daher (leider, leider..) noch mal in die Bar zurückkehren, wo wir bereits vor unserer Strandtour das eine oder andere cervejinha und ein paar Gläschen Ingwer-Cachaça-Schnaps getrunken hatten. Aber es fing dermaßen an zu schütten (Regenzeit eben..), dass uns wirklich nichts anderes übrig blieb:





Dieser Tag bzw. Abend war bislang einer der witzigsten, es gab doch einige Konfusionen, bspw. Thiago, der den Koch der Bar für einen Chilenen hielt (Argentinier), oder unser Versuch, zwei Kanadierinnen zu erklären, dass sie auf keinen Fall nach Fortaleza laufen könnten, das wäre viel zu weit! Wir dachten dabei an Fortaleza/Ceará, ungefähr 3.500 km entfernt im Nordosten, und nicht an die "Festung" auf der Insel. Das Ganze auf portugiesisch, spanisch und englisch...

